Hallo Ihr Lieben,
ich bin es … Euer Balou 😊
Unsere liebe Maggi meinte, ich soll mich mal bei Euch melden und berichten, wie mein erstes Jahr bei meiner neuen Familie so gelaufen ist.
Als Erstes muss ich einmal sagen, dass es mir richtig gut geht. Ich musste zwar in diesem einen Jahr sehr viel lernen, aber mir fehlt es an nichts. Das Essen ist super, und das Personal habe ich gut im Griff. Nicht umsonst nennt man mich auch Prinz Balou.
Also … es begann wohl damit, dass Maggi zu den fremden Menschen gesagt hat, sie sollten mal nach Leverkusen fahren und mich begutachten. Eigentlich hatten sie sich ja für einen Schäferhund interessiert, der aber schon vermittelt war – und somit kam ich ins Spiel.
Es war der 03.07.2026, 11.00 Uhr … Es klingelte bei meiner Pflegemama an der Tür und da standen nun diese zwei komischen Menschen, mit einem Lächeln im Gesicht und in freudiger Erwartung, mich kennenzulernen.
Woran ich natürlich überhaupt nicht interessiert war. Also setzte ich meinen ganzen Charme ein, damit die beiden wieder verschwinden würden. Was sie leider nicht taten. Sie haben sich nicht einmal durch mein Knurren beeindrucken lassen.
Also gab es Smalltalk untereinander und eine kleine Gassirunde. Zwischendurch kam der Anruf von Maggi: „Wenn es passt, dann nehmt ihn mit.“
Mein jetziges Frauchen meinte, vielleicht sollten sie noch ein, zwei Mal kommen und dann schauen. Aber nein – es passte! Also ging es ab nach Niederkassel und somit war ich zwei Stunden später in meinem neuen Königreich, das ich selbstverständlich auch gleich inspizierte.
Mein – also nun neues – Frauchen begann damit, mich in der Nachbarschaftsgruppe vorzustellen, und somit nahm das Ganze seinen Lauf. Vorstellung bei den Nachbarn, die mich sehnsüchtig erwartet hatten und sich wirklich auf mich gefreut haben.

Meine Vorgängerin war wohl der Liebling in der Straße. Hat man mir zumindest erzählt.
Mit zwei Stunden Verspätung fuhren wir dann zum Stall, wo es noch zwei Familienmitglieder mit vier Beinen gab, die nicht gerade erfreut waren, mich zu sehen. Die Stute war von Anfang an eifersüchtig auf mich. Aber mir egal, denn ich liege abends bei Mama im Bett und nicht sie.
Jo, das war also mein neues Königreich.
Abends beim Stallbier hat mich dann die Müdigkeit überrannt. Das war einfach zu viel für den ersten Tag.
Nach getaner Arbeit ging es nach Hause, Abendessen und letztendlich ab ins Bett.
Naja, Begeisterung gab es eigentlich nur bei mir, als ich festgelegt habe, dass ich ab sofort bei Frauchen schlafen werde. Herrchen meinte, mit dem Steckbrief von dem Kleinen wäre meine Mama ziemlich mutig, mich schon ins Bett zu lassen.
Frauchen meinte nur: „Der Trend geht zu jüngeren Männern.“ 😉
Seitdem schlafe ich jeden Abend im Arm von meinem Frauchen ein. Nachts wechsle ich dann zu Herrchen und neuerdings fällt mir zwischen ein und zwei Uhr ein, dass ich noch schmusen möchte. Dann gehe ich wieder zu Frauchen.
Ich sage ja: Das Personal habe ich gut im Griff.
Tja, seitdem bin ich jeden Tag an der Seite von meinem Frauchen. Morgens und abends, wenn wir die Pferde fertig haben, bin ich dran.
Immerhin habe ich ja weiterhin viel zu lernen, obwohl ich in diesem ersten Jahr schon ganz viel gelernt habe. Es war nicht immer einfach.
In den ersten Wochen habe ich echt versucht, mich mit bösem Knurren und Zähnezeigen durchzusetzen. Aber in diesem Haus lässt sich keiner davon beeindrucken.
Frauchen sagt immer, ich bin eine Mischung aus „Sonnenschein“ und „Du treibst mich in den Wahnsinn“.
Aber ich weiß ja, dass sie mich alle ganz doll lieben.
Zwischendurch versuche ich immer noch einmal, meinen dicken Kopf durchzusetzen. Aber dann erklärt Frauchen mir ganz schnell, wer das Futter bezahlt, und dann ist alles wieder gut.
Sie sagt immer, sie versteht mich ja. Ich bin ein junger Kerl, der die Welt entdecken will und auch mal fragt, wer eigentlich der Chef ist.
Meine Familie sagt ja immer, ich hätte einen Steckbrief von einem Schwerverbrecher mitgebracht.
- Pöbeln an der Leine? Läuft sehr gut.
- Andere Hunde? Nö.
- Beißvorfälle? Ja.
- Futterneid? Vom Feinsten.
- Alleine bleiben? Auf keinen Fall. Da haben dann alle Nachbarn was davon.
Was ich aber mittlerweile verstanden habe: Wenn Frauchen mal nicht wie eine Obdachlose angezogen ist, dann muss ich alleine bleiben – und es klappt sehr gut.
Und was soll ich Euch sagen? Wir haben alles in den Griff bekommen.
Es war für alle Beteiligten nicht einfach, aber wir haben es geschafft.
Im Moment arbeiten wir ganz fleißig am Abruf. Das funktioniert so gar nicht. Aber versteht mich auch mal! Meine Freundin Lina hat mir gezeigt, wie schön man Hasen und Vögel jagen kann. Sehr zur Freude meiner Familie.
Aber Frauchen meint ja immer, ich werde schon noch irgendwie ruhiger werden.
Wir arbeiten täglich daran. Mal bin ich ein Streber und dann kommt der Sturrrrrkopf wieder in mir hoch.
Zwischendurch lasse ich mich auch mal auf eine Runde Yoga ein. Den herabhängenden Hund kann ich schon ganz gut.


Ich habe viele Hundefreunde, obwohl mich in diesem Jahr leider schon zwei verlassen haben. ☹ Das verstehe ich bis heute nicht.
Uuuuuuunnnd … worauf Frauchen ganz besonders stolz ist:
Seit genau dem 09.09.2026 bin ich ihr kleiner Bodyguard. An meine Familie kommt keiner mehr ran, der mich vorher nicht gefragt hat. Und glaubt es mir: Ich nehme meinen Job sehr ernst.
Ansonsten kann ich 24 Stunden am Tag schmusen. Sitzt einer meiner beiden Menschen da oder kuschelt sich ein, dann bin ich dabei.

Für mich ist einfach nur wichtig, dass mein Rudel immer um mich herum ist und ich überall dabei sein kann.
Frauchen sagt immer: „Mal ein Bodyguard und dann wieder Wattebällchen im Kopf.“
Ich bin halt noch ihr Baby.
Was soll ich Euch sagen? Ich bin so froh, dass Ihr mir diese Familie ausgesucht habt – und sie sind es auch.
Das war nur ein kleiner Einblick in mein neues Leben.
Liebe Grüße von meinen Menschen Conny und Karsten.
Wir sehen uns beim Tierschutzfest im September.
Bis dahin
Euer Prinz Balou 🐾❤️

